HGT literarisch

Lesen - selbst (vor)lesen und einer Lesung zuhören

Spielerisch schreiben - schreibend spielen

Theater live sehen  auf den großen und kleinen Bühnen

Ob Lesekiste, die Leseaktion 'Ich schenk dir eine Geschichte', der Vorlesewettbewerb, Autorenlesungen oder der Lesezirkel - am HGT wird viel gelesen.

Vorlesewettbewerb

„Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.“
(Jean Paul)

Vorlesewettbewerb_2016

Dass auch unsere SchülerInnen am HGT gern in ferne Galaxien reisen und noch für das Bücherlesen und -vorlesen zu begeistern sind, hat sich bei der Durchführung des Vorlesewettbewerbs gezeigt.

Bevor in vorweihnachtlicher Atmosphäre die besten Vorleser der drei 6. Klassen gegeneinander antreten dürfen, muss jede Klasse in einem oft schon spannenden klasseninternen Vorentscheid zwei Kandidaten auswählen.

Diese sechs Klassensieger lesen dann im vollbesetzten Mehrzweckraum vor der ganzen 6. Jahrgangsstufe einen selbst gewählten Textausschnitt aus einem Buch ihrer Wahl vor. Maximilian Schramm, Yamina Yalniz und Ronja Wimberger überzeugten 2016 die Jury, bestehend aus den drei unterrichtenden Deutschlehrkräften und Leandra Wagner, der Schulsiegerin aus dem letzten Schuljahr.

 

In einem weiteren Durchgang müssen die drei Finalisten eine zu gleichen Teilen aufgegliederte, ihnen unbekannte Weihnachtsgeschichte vorlesen. In der zur Auswertung und Beratung von den Juroren benötigten Pause genießen die Zuhörer ihre mitgebrachten Plätzchen und lauschen weihnachtlichen Geschichten und Liedern. 

Auf Grund ihres sicheren, lebhaften und mitreißenden Vortrages wurde schlussendlich Ronja Wimberger zur Schulsiegerin 2016 gekürt und durfte somit am Regionalentscheid teilnehmen, bei welchem sie den zweiten Platz belegte.
Als Anerkennung für ihre guten Leseleistungen bekamen die drei Erstplatzierten von der Schule zu ihren Urkunden Buchgutscheine und hübsche Lesezeichen.

Autorin: Nadine Apfel

Lesungen

Die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Sigrid Zeevaert war am 19.07.2017 am HGT unser Lesungsgast und unsere Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe hörten gespannt zu.

Doch nicht nur Frau Zeevaerts Geschichten zogen unsere Schülerinnen und Schüler in ihren Bann, auch das, was Frau Zeevaert über das Schreiben und Herausbringen ihrer Bücher erzählte, weckte Interesse und so entspann sich im Nachhinein noch ein Briefwechsel:

Zeevaert
 

Liebe Frau Zeevaert,

vielen herzlichen Dank für Ihre wunderschöne Buchvorstellung bei uns am Hertzhaimer-Gymnasium. Es freut uns sehr, dass Sie von so weit her zu uns nach Trostberg gekommen sind. Wie gefiel es Ihnen denn bei uns an der Schule? Ist Ihnen bei uns etwas Außergewöhnliches aufgefallen?
Ihre Lesung fanden wir sehr unterhaltsam, Ihre Art, Bücher vorzulesen, auch. Am allerlustigsten war für viele die Stelle aus „Weiberkram“.

Aber nicht nur das machte Ihren Besuch zu etwas Besonderem: Spannend waren nämlich nicht nur Ihre Bücher, sondern auch das, was Sie uns zum Beispiel darüber erzählt haben, wie Sie überhaupt zum Schreiben gekommen sind. Allerdings haben wir uns schon gefragt, warum Sie am Anfang Ihrer Tätigkeit als Autorin vorwiegend traurige Bücher wie „Liebe, liebe Fanni“ geschrieben haben und wie lange Sie für dieses Buch gebraucht haben. Vielleicht könnten Sie uns das beantworten. Außerdem beschäftigt uns noch, warum der Junge sich im Wald verstecken muss.

Was wir auch noch gerne wissen würden, ist, warum Sie aus Ihren vielen Büchern für uns „Liebe, liebe Fanni“ und „Weiberkram“ ausgesucht haben? Mögen Sie sie am liebsten? Oder haben Sie ein anderes Lieblingsbuch? Lesen Sie auch Bücher von anderen Schriftstellern und wenn ja, wie viele Bücher haben Sie schon gelesen?

Einige von uns mögen gerne fantasievolle Geschichten und stellen sich vor, sie seien ein Tier oder ein Fantasiewesen. Was für ein Tier oder Fantasiewesen wären Sie und warum? Wie kommen Sie eigentlich auf Ihre Geschichten? Erzählen Sie diese Ihren Kindern?

Man muss sagen, dass einige erst ein bisschen verärgert waren, dass wegen Ihrer Lesung unser Sportunterricht ausgefallen ist. Aber auch sie mussten zugeben, dass Ihre Lesung dann doch sehr witzig, aber auch nachdenklich war und sogar einer, der zuerst gar nicht begeistert war, zu Ihrer Lesung zu gehen, auf alle Fälle Ihr Buch „Weiberkram“ lesen wird. Ist das nicht ein Kompliment?

Wir hoffen, Sie schreiben weiterhin so tolle und vielleicht auch nicht mehr ganz so traurige Geschichten.

Viel Glück, viele Leser und viel Freude beim weiteren Erzählen von Geschichten wünscht Ihnen

die Klasse 5c vom Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg

Liebe Klasse 5c,

vielen Dank für euren schönen, langen Brief, ich freue mich sehr, dass Ihr euch nach meiner Lesung bei euch noch so viele Gedanken gemacht habt und euch mit einigen von euren Fragen noch einmal an mich wendet.

Ja, ich habe mich sehr wohl an eurer Schule gefühlt, ich war ja schon am Vorabend mit Frau Kastenbauer dort, um mir alles anzuschauen. Ich hatte den Eindruck, dass es eine sehr lebendige, freundliche Schule ist, bei der ich zu Besuch war, eine Schule, in der auch gern Kunst gemacht wird und die einen wunderschönen Palmengarten hat – so etwas habe ich noch in keiner anderen Schule gesehen und ich habe schon viele tausend Schulen besucht.

Wie kommt Ihr darauf, dass ich zu Beginn meiner Autorentätigkeit vor allem traurige Bücher geschrieben hätte? Das ist nicht der Fall. Manche meiner Bücher erzählen von ernsten Dingen, das ist wahr, aber selbst hier spielt der Humor eine wichtige Rolle, manchmal muss man da natürlich schon ein wenig genauer hinhören. „Liebe, liebe Fanni“ ist eins meiner jüngeren Bücher, das heißt, ich habe es erst vor einigen Jahren geschrieben, nachdem bereits viele andere, auch witzige Bücher entstanden sind. Für mich ist Bücherschreiben aber eben etwas sehr Kostbares, da es mir als Autorin und euch als Lesern ermöglicht, mit einem Blick auf das Leben zu schauen, wie es sonst vielleicht nicht möglich ist. Das Schicksal von Fanni ist schon ein sehr besonders schweres, wie so viele, viele andere aus dieser Zeit. Aber für mich kommt dabei noch etwas anderes hervor, und ich glaube oder hoffe, dass Ihr das auch gespürt habt, und das ist die Tapferkeit und die Größe, mit der dieses kleine Mädchen seinen Weg geht. Welchen Mut sie braucht. Dass sie bei allen Schwierigkeiten auf besondere Menschen trifft. Das zu erzählen, war mir sehr wertvoll und wichtig. Für das Buch, das hatte ich bei der Lesung schon gesagt, habe ich mehr als zwei Jahre gebraucht. 

Wie verschieden meine Bücher sein können, zeigte dann vielleicht das zweite Buch „Weiberkram?“, das ich für die Lesung für Euch ausgewählt habe (gerade weil es so anders als die „Fanni“ ist). Dieses ist ja auf eine ganz andere Art ernst, es ist auch witzig, denke ich, es hat so eine Leichtigkeit, aber auch hier geht es um viel, oder nicht? Jede Geschichte ist anders. Jeder Mensch ist es. Jedes Schicksal. Ich möchte bei allem doch auch von wichtigen Dingen erzählen. Und wenn ich mich daran erinnere, wie Ihr zugehört habt, dann glaube ich, dass Ihr auch von wichtigen Dingen hören wollt.

Warum der Junge sich im Wald verstecken musste? Es gibt im Buch keine direkte Antwort darauf, aber man kann sich vielleicht etwas denken, das reicht für diese Geschichte schon aus. Fanni weiß eben nicht alles und aus ihrer Sicht wird ja erzählt. An anderer Stelle heißt es, dass manche Menschen sich verstecken mussten, sie wurden verfolgt. Auch Kinder zählten dazu.

Selbstverständlich lese ich auch Bücher anderer Autoren. Wie viele das bisher schon waren, weiß ich absolut nicht. Es waren schon sehr viele. Wichtig für mich ist dabei aber eigentlich nicht die Anzahl der Bücher, sondern dass ich immer wieder besondere, beeindruckende Bücher darunter finde, manche von ihnen vergesse ich nie.

Dass Ihr gern auch fantastische Bücher mögt, mit Fantasiegestalten und –welten, kann ich gut verstehen. Es ist gut, dass es so viele verschiedene Formen von Geschichten gibt, denke ich. Meine Geschichten spielen eher in der Wirklichkeit, obwohl sie alle ausgedacht sind. Auch dafür braucht man viel Fantasie. Und noch etwas: Mitgefühl für andere Menschen und Situationen. Dieses braucht man übrigens auch, wenn man liest. Es passiert also eine Menge, wenn man liest, ohne dass man es merkt.

Auf meine Geschichten komme ich über meine Fragen ans Leben. Auf manche gibt es keine klare Antwort, aber man beschäftigt sich trotzdem damit. Und dass muss auch so sein, glaube ich. Die Freundschaft spielt in meinen Geschichten immer eine große Rolle. Die Liebe. Aber natürlich auch das, was man verlieren kann. Was man gewinnt. Wohin das Leben einen trägt. Was man selbst damit eigentlich will…

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich gern ein Delphin.

Meine Geschichten lesen meine Kinder meistens auch.

Vielen Dank übrigens auch für das nette Kompliment und Eure Ehrlichkeit am Ende des Briefes! Das freut mich besonders.

Und ja, ich hoffe, dass ich noch manches Buch schreiben werde, traurig wird sicher nicht jedes sein, obwohl auch das zu unserem Leben gehört, und deswegen müssen auch die Bücher von solchen Momenten erzählen. Auch in der „Fanni“ gibt es ganz besonders leuchtende und schöne Momente. So ist das mit den Büchern.  

Vielen herzlichen Dank für eure vielen lieben Wünsche.

Ich wünsche euch, dass ihr auch auf das eine oder andere Buch in eurem Leben stoßt, das ein besonderes Buch für euch ist. Und dass ihr viel Freude am Lesen, an den Geschichten, an der Begegnung mit anderen Menschen und Schicksalen habt und manchen Gedanken…

Ganz herzliche Grüße sendet euch

Sigrid Zeevaert

Marina Wenn - Nachwuchsautorin am HGT

Marina Wenn - diesen Namen sollte man sich merken, denn der Q11-Schülerin ist mit ihrem ersten Roman "Argatai" ein bemerkenswerter Einstieg in die Jugendbuchszene gelungen. Und der Titel "Argatai" ist Programm: Marina entführt die Leser in eine geheimnisvolle Welt, in der sich die Hauptdarstellerin Alice Brown, ein ganz normales Mädchen, plötzlich wiederfindet. Entgegen aller Gesetze der Natur haben die Götter hier das Sagen und Alice ist dazu bestimmt, deren Aufträge ohne Fragen zu erfüllen. Sie wird zu einer Nummer, die es nicht würdig ist, ihre eigene Meinung zu vertreten. Ja, sie soll sogar bereit sein, für ihre Aufgabe zu sterben...

Das Buch garantiert Hochspannung und das durften die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 auch selbst erleben, als Marina am Ende des vergangenen Schuljahres eine ihrer ersten Autorenlesungen am HGT abhielt. Die Schüler ließen es sich hierbei nicht nehmen, Marina mit Fragen rund um das Buch und ihre Arbeit zu löchern. Kein Wunder - wann hat man denn schon mal die Gelegenheit, eine echte Autorin vor sich zu haben? Noch dazu eine aus den eigenen Reihen? Marina wird von nun an jedes Jahr für die Schülerinnen und Schüler eine Lesung anbieten, nicht nur, um ihnen ihr Buch vorzustellen, sondern auch um sie zu ermutigen, selbst das Schreiben zu versuchen. 

Spielerisch schreiben - schreibend spielen: Es muss nicht immer analytisch, es darf auch kreativ sein und wir schreiben schon auch 'mal um die Wette.

Auf gut Teutsch

„Auf gut Teutsch“

Diesem Ausspruch Martin Luthers gemäß erprobten Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c 2016 die Grenzen ihrer Sprache und Kreativität und sandten selbst verfasste literarische Texte ein. Sich selbst als Sprachschöpfer zu erleben, mit der Sprache zu spielen und andere mitzunehmen ins eigene Sprachabenteuer, das sind Erfahrungen, die ein wohltuendes Gegengewicht zur eher analytischen Herangehensweise an Texte bilden.

Die Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Anhalt-Köthen ehrte die teilnehmenden Hertzhaimer-Schüler der 8. Jahrgangsstufe mit Urkunden für ihre Beiträge am Schreibwettbewerb.

 

Konkrete Poesie

KunstWortKunst


Kreative und wortmächtige Schülerinnen und Schüler der Cluster-Schulen versammelten sich auf Anregung der Museumsdirektorin Dr. Löffler schon zum wiederholten Mal im Museum MAXIMUM in Traunreut. Diese führt kurz in Konzeption und Geschichte der Sammlung moderner Kunst ein, bevor sie die Hauptjurorin, 2014 Frau Christine Knödler, vorstellt. Frau Knödler, die in diesem Bereich sehr viel Erfahrung mitbringt, da sie unter anderem Schreibwerkstätten für Jugendliche leitet und auch häufig schon als Jurorin tätig war, gab den Schülerinnen und Schülern Impulse und Qualitätskriterien für ihre kreative Auseinandersetzung mit einem oder mehreren Werken des MAXIMUM. 

Logo

Danach streiften die Schüler und Schülerinnen durchs Museum auf der Suche nach sie inspirierenden Bildern oder Plastiken und sie wurden auch fündig …:

Urkunde_KunstWortKunst
 

Schauen: Dramen sind dazu geschrieben, sie auf der Bühne zu erleben. Wir fahren hin - als Klasse oder Interessensgruppe.

Theaterfahrten

 
 
 
 

Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg,  Stefan-Günthner-Weg 6,  83308 Trostberg, 08621 / 9851 - 0, sekretariat@hgt.bayern.de