AK Anti Rassismus: Ein Arbeitskreis stellt sich vor!SchuleMitCourage

Der AK Anti Rassismus wurde im Jahr 2009 von Xaver Kamp ins Leben gerufen. Schnell war klar, wo es hingehen soll: Die Schule sollte der Organisation „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (Infos: http://www.schule-ohne-rassismus.org/startseite/) beitreten. Nach einer Unterschriftenaktion, bei der mindestens 70% der Schüler unterschreiben mussten, wurde das Hertzhaimer Gymnasium aufgenommen.

Nach ersten kleineren Aktionen ging es 2012 richtig los. Der AK organisierte sein erstes Benefizkonzert mit dem Namen „Rock’n’Rave gegen Rechts“ mit den lokalen Bands „Battlecreek“, „Double Income No Kids“ und „Schokotronic“ im Club Stiege. Durch die Einnahmen beim Konzert und eine unglaublich großzügige Spende der Steiner Brauerei von 400 € konnte der Arbeitskreis ganze 1000 € (!!!) zugunsten von Asylbewerbern in Bayern an die Innere Mission spenden.

Nach diesem Konzert beschlossen wir, uns vorerst auf Asylbewerber in der Region zu konzentrieren und hier unsere Hilfe anzubieten. Im Jahr 2013 machte das Konzert „Rock gegen Rechts“ am 22. Juni den Startschuss. Wieder im Club Stiege und dieses Mal mit den Bands „Fab Lewey“, „Young Chinese Dogs“, „Dopewalka“ und „Neonfunk“. Kurze Zeit darauf versammelten wir uns im Asylbewerberheim in Engelsberg um mit den Bewohnern Windspiele zu basteln, die wir am Weihnachtsbasar der Schule verkauften. Beides ein voller Erfolg! Der Gewinn des Benefizkonzertes und des Verkaufs der Windspiele sollte nun für die Asylbewerber in Engelsberg verwendet werden. Mit einem Teil der Einnahmen konnte ein Tag der offenen Tür im Asylbewerberheim finanziert werden, der Rest soll dafür genutzt werden das Heim mit Utensilien zum Deutsch lernen oder Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung auszustatten.

Kurz vor Weihnachten im Jahr 2013 suchten wir, die AK-Mitglieder, bei uns zuhause nach Kinderkleidung und Spielzeug, die nicht mehr benötigt wurden. Das brachten wir (feinsäuberlich in Geschenkpapier verpackt) in das Asylbewerberheim und übergaben es Kindern und Müttern. Anschließend blieben wir noch einige Zeit da und aßen gemeinsam mit einigen Bewohnern selbstgemachte Plätzchen.

Im Frühjahr 2014 organisierten wir vorerst noch einmal etwas anders. Da ein ehemaliges AK-Mitglied, Amelie Rinner, nach ihrem Abitur für einige Zeit in Costa Rica war und dort Teil eines Hilfsprojektes wurde, wollte sie dieses auch von Deutschland aus unterstützen. Gemeinsam organisierten wir nun also unser drittes Benefizkonzert, das am 5. April stattfand. Dieses Mal mit den Bands „We destroy Disco“, „Lischkapelle“, „Dopewalka“ und „DJ Flauscher“. Die Einnahmen konnten wir an den Förderverein „Carate – Eine Schule im Regenwald“ (Infos unter diesem Facebook-Link) spenden. Das Geld wurde genutzt um für die Schüler Blöcke, Stifte und Bücher zu kaufen.

Einige Monate darauf wendeten wir uns wieder der Region zu und organisierten die Tauschparty „Tauschrausch“ am 9. August 2014 im Trostberger Rosengarten. Hier konnte jeder seine Kleidung, die er nicht mehr trägt, mitbringen und gegen andere Kleidung eintauschen. Alles was übrig blieb brachten wir wieder nach Engelsberg ins Asylbewerberheim.

Nach der Tauschparty begann die Organisation für den Tag der offenen Tür im Asylbewerberheim in Engelsberg am 2. Oktober 2014, bei dem der neue Sozialraum für Deutschkurse eingeweiht werden sollte. Nach den Planungen zum Ablauf war es vorerst unsere Aufgabe, für die Unterhaltung beim Fest zu sorgen. Mit einigen Nigerianerinnen studierten wir traditionelle Tänze aus Nigeria ein (wobei zu erwähnen ist, dass die Frauen die Tänze eigentlich mit uns einstudierten, nicht wir mit ihnen) und tanzten und sangen beim Tag der offenen Tür gleich mit. Außerdem kümmerten wir uns um den Getränkeverkauf und finanzierten Zutaten, welche die Bewohner aus Nigeria, dem Senegal und Serbien dazu nutzten um für die Gäste köstliche Speisen zuzubereiten.

Wir werden natürlich weiterhin versuchen zu helfen, wo auch immer Hilfe benötigt wird.

Über Anregungen für neue Projekte freuen wir uns natürlich immer, also scheuen Sie sich nicht, sich bei uns zu melden.

Der AK Anti Rassismus