Am Montag, den 21.07 kamen zwei ehrenamtliche Helferinnen vom Asylbewerberheim in Engelsberg, um uns über ihre Arbeit aufzuklären. Frau Auer, die seit 30 Jahren im Asylbewerberheim tätig ist, kümmert sich allgemein um die sozialen Aufgaben, wie beispielsweise Behördengänge und Hilfe bei der Einrichtung der Zimmer. Begleitet wurde sie von Frau Krumbachner, die ehrenamtlich Deutschunterricht hält. Sie berichteten, dass die Asylbewerber, sowohl in Alter, als auch in kulturellen Dingen, sehr unterschiedlich sind. Dadurch kommt es zu vielen Konflikten, welche aber in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen sind. Die Asylbewerber kommen überwiegend aus östlichen Regionen, beispielsweise aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Der Bildungsstand der einzelnen Personen ist sehr unterschiedlich. Durch freiwillige Helfer, die Untericht geben, wird versucht, ihn ein wenig zu verbessern. Zudem berichteten die beiden Ehrenamtlichen über den Tagesablauf der Bewohner, der aufgrund von fehlenden Freizeitmöglichkeiten und der fehlenden Arbeitserlaubnis sehr unstrukturiert ist. Dennoch gibt es die Möglichkeit, ein wenig Geld zu verdienen, indem man zum Beispiel für 1€ pro Stunde das Wohnheim aufräumt. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass einzelne Asylbewerber seit ca. 12 Jahren untätig im Heim auf Asyl warten. Außerdem gibt es einzelne Bewohner, die nicht arbeiten wollen. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil, da der Großteil arbeiten will und sich auch für das Allgemeinwohl engagiert. Sie erzählten uns, dass viele Bewerber nur Krieg, Verfolgung und Arbeitslosigkeit kennen. So sind sie anfangs der Ansicht, dass man in Deutschland ein leichtes, unbeschwertes Leben führt. Abschließend kann man sagen, dass das Asylheim Erfolg mit der Integration der Asylbewerber hat. Während dieser langen Zeit der Betreuung können auch Freundschaften und engere Beziehungen entstehen. Dies führte sogar dazu, dass Frau Auer und Frau Krumbachner kürzlich darum gebeten worden sind, das Amt der Taufpatin für ein Kind nigerianischer Herkunft zu übernehmen.

Für uns war es ein sehr interessantes und informatives Gespräch, aus dem wir viel Neues gelernt haben. An dieser Stelle danken wir Frau Auer und Frau Krumbachner für diesen kleinen Einblick in die Arbeit von freiwilligen Helfern im Asylbewerberheim Engelsberg.

Bild 6 Nigerianische Taenze Small

Nigerianische Tänze bei der Einweihung des neuen Unterrichtsraumes in Engelsberg (unterstützt von Schülerinnen des Hertzhaimer-Gymnasiums)