Bild 1 Suchtprävention 8. Klasse

 

Vom 9.-11. Mai waren der Jugendbeamte der Polizei Trostberg, Hermann Soiderer, die Leiterin des AWO Kinderhorts Trostberg, Gabi Muthmann, und zwei pädagogische Fachkräfte vom AWO Kinderhort, Andrea Genger und Christian Wettengel, bei den 8. Klassen zu Besuch. Mit dem Projekt „Keine Macht den Drogen“ brachten die Referenten unseren Schülern jeweils über drei Unterrichtsstunden das Thema Sucht mit großem Engagement näher. In verschiedenen Übungen lernten die Schüler, wie sich Gruppenzwang anfühlt, wie wichtig es ist, Nein sagen zu können und dass dafür Mut, Toleranz und Selbstbewusstsein nötig sind. Sie erfuhren, wie fließend der Übergang zwischen Genuss und Sucht ist, wie Sucht entsteht und welche zerstörerischen Auswirkungen sie hat. Letztlich nimmt sie dem Suchtkranken jede Möglichkeit auf freie Entfaltung, soziale Bindungen und einen geregelten Alltag. Aus dem großen „Suchtsack“ zogen die Schüler über zwanzig Dinge, die Sucht auslösen können, und lernten zwischen stoffgebundenen und stoffungebundenen, legalen und illegalen Drogen zu unterscheiden. Zwischen den Übungen hörten die Schüler Berichte aus der Praxiserfahrung der Polizei, die sehr betroffen und nachdenklich machten. Während ein Parkour, der mit Rauschbrille bewältigt werden musste, alle zum Lachen brachte, konnten die Schüler in der Schlussmeditation das Erfahrene nochmal still reflektieren. Ein Glassteinchen soll sie stets begleiten und daran erinnern, dass es letztlich sie selbst sind, die sich schützen müssen und können. Ein kurzes „Blitzlicht“ am Ende machte klar, dass das Thema Sucht und Drogen den Schülern nicht neu war, aber langweilig war das Projekt (gerade) deshalb keineswegs. Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich für die ehrenamtliche Arbeit der pädagogischen Fachkräfte vom AWO Kinderhort, die für Fragen und Gespräche zum Thema Sucht immer ein offenes Ohr haben – über der Brücke (AWO Kinderhort Trostberg, Heinrich-Braun-Straße 6).