Welche Ziele verfolgt der Französischunterricht?

Grundlegende Lernziele: Sprechfertigkeit, Hörverstehen, Schreiben, Lesen sowie Sprachmittlung (z.B. Übersetzen und Dolmetschen).

Grammatik oder Sprechen? Der neue Lehrplan schließt bewusst jede Häufung von Lernschwierigkeiten aus;
die mündlichen Fähigkeiten werden deutlich mehr gefördert, die Grammatik wird gleichmäßig verteilt
und stärker auf wesentliche Erscheinungen konzentriert.

Wie wird das Fach unterrichtet?

Lehrwerke: Sie bieten lebendige Inhalte, im Anfangsstadium, in Alltagssituationen und in altersgemäßer Form.
Im Unterricht wird von Anfang an, soweit wie möglich, die französische Sprache verwendet, um den Schüler ein Maximum an Übungsmöglichkeiten zu geben.
Von Muttersprachlern besprochene Bild- und Tonträger spielen eine wichtige Rolle.
Dazu gehört auch ein Unterrichtsvideo, das die Lektionen begleitet und sprachlich genau auf sie abgestimmt ist.
Diese Hör- und Sehimpulse steigern die Freude am Erlernen der Sprache.

Ist Französisch eine besonders schwierige Sprache?

Generell gilt, dass die französische Aussprache und Schreibung sicher nicht schwieriger sind, als die anderen Sprachen,
wie z.B.  Englisch oder Spanisch. Wie auch in der spanischen Grammatik ist der Schüler von Anfang an mit mehr Formen (z.B. Verbformen)
als im Englischen konfrontiert, dabei wird das genaue Hinsehen und Arbeiten geschult.
Da das Französische aber eine recht regelhafte Sprache ist, wird diese Mühe belohnt!
Auch der Wortschatz bietet keine unüberwindbaren Hindernisse.
Viele Vokabeln der 6.Jahrgangsstufe sind für die Schüler aus dem Deutschen oder Englischen ableitbar.

Welchen Nutzen bringt Französisch den Schülerinnen und Schüler?

Französisch als Weltsprache: Französisch hat auch große Bedeutung außerhalb Europas,
vor allem in Kanada und Afrika, wo es in ca. der Hälfte der Länder der Kontinente noch Verkehrs-, Amts- oder Unterrichtssprache ist.

Arbeitsmarkt: Qualifikationen in modernen Fremdsprachen erhalten auf dem Arbeitsmarkt immer höheren Stellenwert.
Dass die Sprache von Deutschlands wichtigem kulturellen und wirtschaftlichen Partner dabei herausragende Bedeutung hat, liegt auf der Hand.
Es ist unbestritten, dass man auf dem Arbeitsmarkt mit Französisch einen zusätzlichen Trumpf in der Hand hat.
Man braucht dazu lediglich die Stellenangebote in den großen Zeitungen zu studieren.
Französisch steht hier mit großem Abstand vor anderen Sprachen nach Englisch an zweiter Stelle.
Dies betrifft auch gerade naturwissenschaftliche und technische Berufe!
"Englisch ist ein Muss, Französisch ist ein Plus."

Universität: Mit Französisch-Kenntnissen gibt es die Möglichkeit, an französischen Universitäten zu studieren;
nach erfolgreichem Besuch des Qualifikationskurses Französisch wird man sogar von der Sprachprüfung befreit!

Darüber hinaus gibt es über 100 deutsch-französische Studiengänge.

Für alle anderen Französischlernenden bis zur 10. Jahrgangsstufen bietet das HGT als offiziell ausgewiesene DELF-Schule die Möglichkeit, vor Ort die verschiedenen DELF-Prüfungen abzulegen, die als Zugangsvoraussetzungen für diverse Auslandstätigkeiten bzw. -studien international anerkannt sind. Ebenso werden die Schüler angehalten, ein Sprachenportfolio anzulegen, in dem die Schule den jährlich erreichten Kenntnisstand dokumentiert und attestiert. Wer diese DELF- oder DALF-Prüfungen außerhalb der Schule absolvieren möchte, kann sich an das Institut Français in München wenden.

Es finden sich heute für praktisch jeden Studiengang eine oder mehrere deutsche Universitäten, die für den Studiengang eine Partnerschaft mit einer französischen Universität anbieten. Das Studium dauert in der Regel ein Jahr länger, der Absolvent wird jedoch mit den Diplomen beider Unis und vor allem mit besten Berufsaussichten belohnt (Anstellungsquote nach einem Jahr: 99%!)
Außerdem müssen Französisch-Kenntnisse auch für andere Studiengänge, wie z.B. Englisch fürs Lehrfach, nachgewiesen werden.

Urlaub: Jeder Jahr besuchen 12 Millionen Deutsche unser Nachbarland.

Trägt der Französisch-Unterricht über die reine Sprachvermittlung hinaus zur Bildung der Kinder bei?

Weitere Fremdsprachen: Nicht unerheblich ist z.B. das Ziel, zum selbständigen Erwerb von Kenntnissen in weiteren Fremdsprachen
während und nach Beendigung der Schule zu motivieren und zu befähigen.
Französisch ist als romanische Sprache natürlich eine hervorragende Grundlage für Italenisch, Spanisch und Portugiesisch.

Interkulturelles Lernen: Durch Sprachen entdeckt man andere Kulturen, Lebensstile, Mentalitäten.
Aufgrund von gestiegener Mobilität und Globalisierung begegnen sich, durch berufliche Tätigkeiten und im Urlaub,
immer mehr Menschen unterschiedlicher Mentalitäten und Wertsysteme.
Fremdes erzeugt oft Furcht, weil es die eigene Identität in Frage stellt.
Durch das Erlernen einer Fremdsprache setzt man sich in positiver Weise mit einer anderen Kultur auseinander.
Der Vergleich von eigener und fremder Kultur fördert zu Toleranz und Verantwortungsbewusstsein.

Der am HGT jährlich stattfindende Austausch dient dem Ziel, Barrieren interkultureller Natur langfristig und spielerisch abzubauen.