Latein kann am HGT als 2. Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 6 gewählt werden. Nach der Spracherwerbsphase 6 bis 8 (Lehrbuch) werden Originaltexte (z.B. Cicero, Ovid, Catull) unter thematischen Gesichtspunkten gelesen (z.B. Macht und Manipulation, Rhetorik, Mythen, Philosophie). Bei fortlaufendem Lateinunterricht bietet es sich als Oberstufenfach in Jahrgangsstufe 11 und 12  sowie als Abiturfach an.

Ein Ersatz der zweiten Fremdsprache Französisch oder Latein durch eine spätbeginnende Fremdsprache Spanisch ab Jahrgangsstufe 10, die dann auch in der 11. und 12. Klasse belegt werden muss, ist möglich. Damit verbunden sind allerdings Einschränkungen der Wahlmöglichkeiten in der Qualifikationsphase (11/12), besonders im naturwissenschaftlichen Bereich.

Gesicherte Lateinkenntnisse in Form des "Kleinen Latinums" oder des "Latinums" sind Zulassungsvoraussetzung für zahlreiche Studienfächer wie z.B. Deutsch, Geschichte, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Theologie, Alte Sprachen.

Nützlich und erwünscht sind möglichst fundierte Lateinkenntnisse in zahlreichen weiteren Studiengängen, z.B. Pharmazie, Medizin, Rechtswissenschaften. Auch viele rein universitäre Abschlüsse  (Magister Artium, Promotion) setzen Lateinkenntnisse voraus, zumindest im geisteswissenschaftlichen Bereich.

Der spätere Erwerb von Lateinkenntnissen, des Kleinen Latinums bzw. des Latinums, kostet Zeit und Energie; dagegen erwirbt jeder Schüler des Gymnasiums das Latinum, der nach den üblichen fünf Jahren aufsteigenden Pflichtunterrichts mindestens die Note „ausreichend“ vorweisen kann. Das Kleine Latinum erfordert vier Jahre aufsteigenden Pflichtunterrichts mit der Mindestnote „ausreichend“ im letzten Jahreszeugnis. Beides ist für jeden fleißigen Schüler zu schaffen.