Hertzhaimer Jungforscher finden Antworten

17.03.2019

Zwei zweite Preise und Sonderpreise für das Hertzhaimer Gymnasium beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“

Fünf naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler des Hertzhaimer Gymnasiums Trostberg nahmen sich das diesjährigen Motto „Frag dich!“ des Wettbewerbs „Jugend forscht“ bzw. „Schüler experimentieren“ für jüngere Teilnehmer zu Herzen, um sich Fragen zu alltäglichen Problemen zu stellen und die richtigen Antworten zu finden. Die Ergebnisse ihrer monatelangen Arbeit durften die Jungforscher der Jury und Öffentlichkeit beim Regionalentscheid im Besucherzentrum des Münchner Flughafens präsentieren.

Aus der Frage, warum Pflanzen unterschiedliche Samen mit unterschiedlichen Eigenschaften bilden, entwickelte sich das Projekt „Wie fliegt was? Eine Analyse der Verbreitung von Pflanzensamen“. Michael Grill, Severin Hohenleitner und Paul Schuster aus der 6. Klasse untersuchten daraufhin die Samen des Ahorns, der Linde und der Waldrebe. Unter standardisierten Versuchsbedingungen wurden die Samen aus verschiedenen Höhen vielfach fallen gelassen und die Fallzeit gemessen.  Nicht nur die Flugdauer, sondern auch der Einfluss von Seitenwind wurde von den Jungforschern als entscheidend für die Verbreitung erkannt und mit einem entsprechenden Versuch mit Ventilator nachgestellt. Als Ergebnis ihres Projekts konnten die Schüler nachweisen, dass sich der Ahorn am besten verbreitet, da er aufgrund der Rotation seines Samens überproportional lange in der Luft bleibt, je größer die Fallhöhe ist, und er überdies hinaus vom Seitenwind deutlich weiter getragen wird als die Linde- und Waldrebesamen. Vor allem das exakte naturwissenschaftliche Arbeiten überzeugte die Jury und wurde mit einem 2. Platz in der Sparte „Biologie“ belohnt.

von vorne links Paul Schuster, Michael Grill, Severin Hohenleitner Tamara Huber und Linus Bollmann, in zweiter Reihe: Schüler experminieren-Betreuer StR Maximilian Höllmüller und Schulleiterin OStDin Christine Neumaier
von vorne links Paul Schuster, Michael Grill, Severin Hohenleitner Tamara Huber und Linus Bollmann, in zweiter Reihe: Schüler experminieren-Betreuer StR Maximilian Höllmüller und Schulleiterin OStDin Christine Neumaier
 

Globaler gedacht haben hingegen Linus Bollmann und Tamara Huber aus der 7. Jahrgangsstufe. Der im Zuge der wachsenden Weltbevölkerung  zunehmenden Bedeutung von Trinkwasser wurden die beiden gerecht, indem sie sich mit ihrem Projekt die Frage „Wie wird Wasser wieder sauber?“ stellten. Aufbauend auf dem letztjährigen Projekt der „Ökologische Reinigungsanlage“ erforschten sie in verschiedenen Versuchsreihen eine „Optimierte Wasserreinigung“. Dabei wurden verschiedene Stoffe wie Schwämme, Watte, Aktivkohle etc. auf ihre Reinigungsleistung in Abhängigkeit zur jeweiligen Schichtdicke und Anordnung getestet, um daraus eine einfache, kostengünstige und leicht verfügbare Schmutzwasseraufbereitung zu konstruieren. Diese Ergebnisse sollen nach den Vorstellungen der Jungforscher in trockenen, eher schlecht entwickelten Regionen der Welt angewendet werden, um den Wassermangel durch eine einfache Aufbereitung von Schmutzwasser zu entschärfen.

Auch diese Idee und die Projektumsetzung wurden mit dem 2. Preis im Fachbereich „Chemie“ im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ ausgezeichnet, wobei die Jury den nachhaltigen Ansatz des Projektes zusätzlich mit einem Sonderpreis honorierte.  

Ein weiterer Sonderpreis als „engagiertester Betreuungslehrer“ ging an Maximilian Höllmüller, der das erfreuliche Abschneiden der Hertzhaimer beim Regionalentscheid abrundete.

 
 

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