Geschichte, da geht es um längst vergangene Zeiten, die nichts mit dem eigenen Leben zu tun haben, und eine Flut von Jahreszahlen, die man auswendig lernen muss. So sind oft die Vorstellungen über das Fach Geschichte.

Im Gegensatz zu diesen Ideen will das Fach Geschichte aber gerade Grundlagen für eine solide politische Bildung, die im täglichen Leben nützlich ist, liefern. Den Schüler soll deshalb neben Kenntnissen über historische Strukturen, Entwicklungen, Ereignissen und Persönlichkeiten vor allem auch vermittelt werden, welche Auswirkungen diese auf unser heutiges Leben und unsere heutigen Vorstellungen haben. So kann man aus dem Geschichtsunterricht erfahren, warum es in Deutschland Bundesländer gibt oder warum an der Salzach die Grenze zwischen Österreich und Bayern liegt.

Ausgangspunkt ist allerdings zunächst das Interesse am Kennenlernen vergangener Zeiten. Themen, die Schüler von jeher begeistern wie die alten Ägypter, die Römer und die Ritter werden mit den Werkzeugen des Historikers untersucht und in die geschichtlichen Zusammenhänge eingeordnet. So erkennen die Schüler, wie Geschichte entsteht, und entwickeln ein Gefühl für das Phänomen Zeit.

Bis einschließlich der 10.Jahrgangsstufe geht der Geschichtsunterricht dann chronologisch vor, so dass ein Überblick bis hin zur Jetztzeit geschaffen wird. Zunehmend mehr in den Mittelpunkt rücken die aktuellen Bezüge. Die Schüler erfahren, wie sich das Leben der Menschen und die politischen Ideen verändern, wo die Grundlagen für unsere heutigen Werthaltungen und Vorstellungen liegen. Dadurch erhalten sie das notwendige Wissen, um sich in unserer Gesellschaft aktiv sinnvoll beteiligen zu können. Besondere Beachtung finden dabei natürlich die Entwicklung hin zur Demokratie und die Auseinandersetzung mit den Diktaturen in Deutschland.

In der 11.und 12. Jahrgangsstufe werden dann auf der Grundlage des Wissens aus den Vorjahren bestimmte Fragestellungen aus verschiedenen Teilbereichen des Fachs vertieft analysiert.